Chronik des Flora Fanfarenzuges Elmshorn e.V.

Der Flora Fanfarenzug Elmshorn e.V. wurde am 23. September 1974 in Elmshorn von Rainer Lösche gegründet. Durch tatkräftigen Einsatz aller Spielleute konnten wir dann schon im Frühjahr 1975 mit einer Spielstärke von 50 Spielleuten zu unseren ersten Ausmärschen und Platzkonzerten die hübsche blau weiße Tracht ausführen. Es folgten sehr viele Auftritte, hier nur einige genannt:

1. Mai DGB Maikundgebung Hamburg, Planten und Blomen, Einweihung der City-S-Bahn Hamburg, Ball der 1000 Lichter CCH, Eröffnung der 650-Jahr-Feier Hamburger Dom, Verabschiedung der letzten Straßenbahn in Hamburg usw.

Am 24. April 1976 erhielt der ffz durch Stiftung durch Egon Henning und Günter Lange eine Standarte, die bei einer kleinen Feier geweiht wurde. In diesem Jahr wurde auch das erste internationale Musikfest im Krückaustadion durchgeführt.

Im Mai 1977 wurde das Flora-Clubheim auf dem Schützenplatz eingeweiht. Somit hatten die Mitglieder endlich ein Zuhause gefunden, wo sie sich wohlfühlen konnten und recht stolz darauf waren. In diesem Jahr wurde auch eine Majorettengruppe gegründet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind die Majoretten heute soweit, dass sie das Bild des Fanfarenzuges harmonisch abrunden und nicht mehr wegzudenken sind.

1978 wurde zum ersten Mal ein Musikwettstreit durchgeführt. Es wurden wertvolle Pokale und der Flora-Wanderpokal für den Tagesbesten ausgespielt.

1979 fuhren wir zum dritten Mal nach Kopenhagen zur Danmark Garden, mit der uns eine tiefe Freundschaft verbindet. Wir besuchten außerdem einige Musikfeste und Wettstreite, die mit ersten und zweiten Plätzen belohnt wurden.

1980 führt uns der erste Auftritt zum zweiten Mal zum Karneval nach Mühlheim an der Ruhr. Es folgten noch viele Auftritte und Pokale.

1981 folgten wir gern der Einladung nach Vordingborg/Dänemark zur Prins Jörgens Garde. Außerdem führten wir kurzfristig die Deutsche Meisterschaft durch. Dabei hatten wir nur sechs Wochen Zeit, alles zu organisieren, weil der eigentliche Ausrichter ausfiel. Wir wurden dabei auch noch Landesmeister in der Fanfarenklasse Senioren.

1982 ging es besonders früh zum Musizieren auf der Straße. Es wurde das Autobahnteilstück Elmshorn-Itzehoe eingeweiht. Es war so kalt, dass die Ventile der Instrumente einfroren.

1984 fuhren wir dann das erste Mal dann nach Bad Abbach in Bayern zum großen Schützenfest. Im September feierten wir dann unser 10-jähriges Bestehen, bei dem Rainer Lösche dann auch nach 10-jähriger Tätigkeit als Stabführer zurücktrat und den Stab an Marion Nieder übergab.

Im Herbst 1985 fuhren wir dann zum internationalen Jugendtreff nach Calella/Spanien. Dort blieben wir zehn Tage. Wir besuchten u. a. das Fußballstadion in Barcelona, wo wir dann auch spielten und anschließend das Spiel Porto-Espana Barcelona sahen.

1986 veranstalteten wir dann ein Wohltätigkeitsfest auf dem Schützenplatz zugunsten der Muskelschwundkranken. Es wurden viele Spiele gespielt, ein Fußballturnier veranstaltet und ein Umzug durch die Stadt gemacht.

Im Sommer 1987 fuhren wir dann zum ersten Mal nach England, Swinden, für acht Tage, zu einem großen Blumenkorso – ähnlich wie bei uns der Rosenmontag. Im August 1987 bekamen wir eine neue Uniform – seitdem sind wir die Musketiere von Elmshorn.

1988 kamen dann zum zweiten Mal die Engländer nach Elmshorn und unsere Freundschaft wurde wieder vertieft.

1988/1989 bekamen wir auch bei den Musikwettstreiten einige zweite und dritte Plätze. 1989 feierten wir dann mit einem großen Musikfest unser 15-jähriges Bestehen.

1990 ist Rainer Lösche als Erster Vorsitzender zurückgetreten, jetzt ist Werner Rose Vorsitzender. Rainer Lösche ist Ehrenmitglied. Den Stab bekam zwischenzeitlich Markus Lolies.

1992 wurde das zwölfte Internationale Musikfest nicht wie sonst im Krückaustadion veranstaltet, sondern auf dem Sportplatz der KGSE-Schule. Aber auch hier hatten wir eine Menge in- und ausländischer Vereine zu Besuch, die für gute Stimmung und viel Musik sorgten. Markus Lolies wurde am Ende der Veranstaltung zum Ehrenstabführer ernannt, weil er aus beruflichen Gründen sein Amt abgeben musste. Die Stabführung übernahm nun Kerstin Leppak.

1994 feierte der FFZ sein 20-jähriges Bestehen. Auch wurden in diesem Jahr schon einige Musikwettstreite besucht, bei denen wir wieder mehrere gute zweite Plätze errungen haben. Im Februar waren wir wieder mit viel Freude bei den Karnevalsumzügen in Köln und Aachen dabei.

1995 wurden Silvia Jansen und Andrea Böttcher zur Stabführerin gewählt. In diesem Jahr lud uns die Partnerstadt von Elmshorn, Wittenberge, zum Stadtfest ein. Es war ein voller Erfolg. Der FFZ empfing die mit einem Sonderzug angekommenen Elmshorner am Wittenberger Bahnhof mit Pauken und Trompeten. Ebenso eröffnete der Fanfarenzug in diesem Jahr das 14. Elmshorner Hafenfest. Wir fuhren mit Musik auf kleinen Segelyachten in den Hafen. Im September des gleichen Jahres fuhr der FFZ auf Einladung der freiwilligen Feuerwehr und des Sportvereins nach Gonterskirchen zur Kirmes, wo wir das Publikum im Festzelt unterhalten haben. Außerdem besuchte man die Prins Jörgens Garde in Dänemark.

1996 fingen wir an, komplett auf Trompeten umzustellen. Die Fanfaren wurden nur noch auf Wertungsspielen in der Naturtonklasse eingesetzt. Zur Stabführerin wurde Dörte Johannsen gewählt. Die Spielleute fuhren zum Karneval nach Köln und traten bei verschiedenen Musikfesten, u. a. in Leer, Diepholz und Jübeck, auf. Pfingsten feierten wir mit Holsatia Elmshorn 25-jähriges Bestehen im Frauenfußball und rührten kräftig die Werbetrommel für die Fußballerinnen.

1997 und 1998 nahmen wir wieder am Kölner Karneval teil und spielten bei verschiedenen Anlässen. Die Musikrichtung stellten wir um und fingen an, die neuen Stücke nach Noten einzuüben. Als zweite Stabführerin kam Sonja Thode dazu.

1999 ging die erste Fahrt wieder an den Rhein zum Karneval. Weiter spielten wir im Hansapark an der Ostsee und bei verschiedenen Musikfesten in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Im August verbrachten wir ein Übungswochenende in Büsum, um uns auf unser eigenenes Musikfest vorzubereiten. Wir studierten dort zwei neue Stücke ein. Der Höhepunkt in diesem Jahr war unser 25-jähriges Jubiläum. Die Spielleute bekamen endlich die heiß ersehnten neuen Uniformen und waren sehr stolz darauf. Der erste Auftritt mit den Uniformen war die Einfahrt mit den Schiffen zur Eröffnung des Hafenfestes. Es war ein schönes Bild und ein großes Erlebnis für die Musiker. Im September feierten wir dann zwei Tage ein großes Musikfest im Krückaustadion. Es nahmen 19 Vereine teil. Leider regnete es an beiden Tagen und das Fest konnte nicht so gefeiert werden, wie es geplant war.

Das Jahr 2000 wurde mit der traditionellen Karnevalsfahrt eingeläutet. Es folgten einige Musikfeste und Freundschaftstreffen, wo wir uns in Leer einem Wertungsspiel stellten. Zur 700-Jahr-Feier der Stadt Wittenberge sind wir präsent gewesen und haben u. a. das neue Jahrhundert präsentiert. Ebenso haben wir am Stadtfest der musikalischen Herbsttage in Rendsburg teilgenommen. Das große Barmstedter Kinderfest wurde genauso begleitet, wie am 1. Oktober 2000 der Ernte-Dank-Fest-Umzug in Hamburg-Kirchwerder (Vierlanden).

Im Jahr 2001 legte unser langjähriger Erster Vorsitzender, Werner Rose, sein Amt nieder. Zum neuen Vorsitzenden wurde Rainer Lösche gewählt. In den Jahren 2001 und 2002 ging die Fahrt wieder zum närrischen Treiben nach Köln. Dort lernten wir 2002 den Musikzug Halstenbek kennen. Einige Spieler aus den beiden Vereinen freundeten sich an, und man hielt den Kontakt aufrecht. Beide Vereine zusammen übten zwei Stücke ein und überraschten damit ein Mitglied aus unserem Verein zu einem runden Geburtstag. Die Spieler haben sich in dieser Saison vorgenommen, modernere Stücke zu spielen. Es wurde daraufhin gearbeitet, verstärkt auf die Mehrstimmigkeit zu achten und sich mit der Notenlehre zu beschäftigen. Der Verein kaufte sich jetzt zwei Baritone, eine Marschposaune und zwei Xylophone.

Im Juli 2002 bekam unsere Ausbilderin, Dörte Tiedemann, Verstärkung. Volker Lück aus dem Musikzug Halstenbek, erklärte sich bereit, freitags mit den Trompeten zu üben. Anlässlich des Hafenfestes traten wir erstmalig mit den neuen Instrumenten auf. Es machte allen viel Spaß und an der Reaktion des Publikums merkten wir, dass wir auf dem richtigen Weg waren.

Im Jahr 2003 eröffneten wir die Saison wieder mit der Karnevalsfahrt, führten ein Übungswochenende durch und spielten im August vier Tage zum 350-jährigen Jubiläum der Elmshorner Schützengilde. Erstmalig nahmen wir wieder an einer Landesmeisterschaft der SVSH in Plön teil. Wir erreichten dort die Silbermedaille. In diesem Jahr hatten wir 45 Auftritte, Melanie Suhr wurde zur dritten Stabführerin gewählt.

Das Jahr 2004 begann für uns mit einem großen Schock. Am 5. März brannte das Vereinsheim auf dem Schützenplatz mit Uniformen, Instrumenten, Noten usw. komplett nieder. Da eine Stunde nach dem Brandausbruch Üben gewesen wäre, mussten wir alle tatenlos zusehen, wie das Herzstück unseres Vereines niederbrannte. Außer dem musikalischen Geschehen bei uns, ist das Angebot anderer Vereinsaktivitäten groß geschrieben. Wir nutzten das Clubheim für Faschingsfeste, Graue Erbsen-Essen, Osterbrunch, Basteln, Sommerfeste, Vatertagstouren, Grillfeste, Knobeln, Darten, Halloween, Oktoberfeste, Grünkohlessen, Nikolausfeiern, Weihnachtsfeiern, Flohmärkte, Laternenumzüge, Weihnachtsbasare, usw. Außerdem wurde hier auch die Einzelausbildung der Nachwuchsspieler durchgeführt. Durch den Brand ist eine Welt für uns zusammengebrochen. Wir mussten ganz von vorn wieder anfangen. Nur durch das große Hilfsangebot der anderen Vereine, waren wir in der Lage, weiterzumachen. Der Musikzug Halstenbek, das Musikchorps Horst und der Musikzug Bad Segeberg-Wahlstedt haben uns vorübergehend Instrumente geliehen. Der Musikzug Wandsbek schenkte uns eine Großtrommel sowie zwei Notensätze. Weiterhin gab es großzügige Hilfe von folgenden Vereinen:

Twinkle Stars Norderstedt
Spielmannszug Blankenese
Swingende Doppelzentner Kevelaer
Fanfarenzug Völklingen
Musikzug Plön-Preetz
Spielmannszug Hattstedt
Verein Lundener Spielleute
Fanfarenzug Pansdorf
Musikzug Leck
Musikzug Tangstedt
Spielmannszug Fiefbergen

Im Mai konnten wir die Trompeten zurückgeben, da diese neu gekauft wurden. Das Akkoredon-Orchester der Musikschule Elmshorn unter der Leitung von Julia Hansen, hat eine Woche nach dem Brand ein Benefiz-Konzert für uns veranstaltet. Dort traten der Musikzug Halstenbek, das Musikchorps Horst, Black White Fanfaren Elmshorn, der Frauenchor Cantamus und das Akkordeon-Orchester auf. Wir selber spielten ebenfalls, um zu zeigen, dass es uns noch gibt. Die Nacht vor dem Benefizkonzert übernachteten wir mit den Kindern in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt. Dort verbrachten wir ein Übungswochenende. Eigentlich wollten wir es absagen, aber gerade die Kleinsten, sollten das Gefühl haben, dass es weitergeht. Die Majoretten übten dort mit selbst gebastelten Pompons aus Mülltüten. Beim Auftritt durften sie dann die Pompons von den Cheerleadern der American Footballer aus Elmshorn benutzen. Auch die Kleinen machten sich Gedanken, wie es weitergehen soll. Sie wollten ihr Taschengeld und auch ihr Brötchengeld für die Schule an unseren Verein geben, damit wir weitermachen.

Seither haben wir uns bemüht, den Flora Fanfarenzug Elmshorn e.V. weitestgehend wieder aufzubauen und zu erhalten. Die Chronik 2004-2014 wird in Kürze fertiggestellt und an dieser Stelle veröffentlicht.

Bleibt neugierig :)

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